Kompetenznetz Vorhofflimmern verjüngt Vorstand

13.11.2012

Das Kompetenznetz Vorhofflimmern (AFNET) hat im Oktober 2012 einen neuen Vorstand gewählt. Geleitet wird das bundesweite Forschungsnetzwerk nun von den vier Kardiologie-Professoren Günter Breithardt (Münster), Paulus Kirchhof (Münster und Birmingham, UK), Michael Näbauer (München) und Gerhard Steinbeck (München). Außerdem wurde der Lenkungsausschuss des AFNET erweitert.

Meinertz und Ravens aus dem Vorstand ausgeschieden

Die beiden bisherigen Vorstandsmitglieder Prof. Thomas Meinertz, Hamburg, und Prof. Ursula Ravens, Dresden, haben nach langjähriger erfolgreicher Vorstandsarbeit ihre Ämter niedergelegt. Prof. Meinertz, ehemaliger kardiologischer Chefarzt im Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf und derzeitiger Präsident der Deutschen Herzstiftung, war von Beginn des AFNET an im Vorstand aktiv und hat dort den Bereich der klinischen Forschung geleitet. Prof. Ravens, Direktorin des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden, gehörte dem AFNET-Vorstand seit 2006 an und war dort verantwortlich für den basiswissenschaftlichen Forschungsbereich Pathophysiologie.

Aufgrund des Ausscheidens der beiden Vorstandsmitglieder wurde am 11. Oktober der Vorstand neu gewählt. Prof. Breithardt und Prof. Steinbeck, die beide von Beginn an im AFNET Vorstand tätig sind, wurden wiedergewählt. Prof. Breithardt wurde als Vorstandsvorsitzender bestätigt. Prof. Steinbeck hat nun das Amt des Schatzmeisters übernommen. Als neue Vorstandsmitglieder wurden Prof. Paulus Kirchhof und Prof. Michael Näbauer gewählt. „Die Neuwahl des Vorstands setzt ein deutliches Signal von Kontinuität und Erneuerung. Wir freuen uns über das Vertrauen der AFNET-Mitglieder und wollen gemeinsam mit dem Lenkungsausschuss das AFNET erfolgreich in die Zukunft führen.“ freuen sich die neuen Vorstandmitglieder.

Kirchhof und Näbauer neu im Vorstand

Prof. Kirchhof, der seit gut einem Jahr zusätzlich zu seiner Arbeit am Universitätsklinikum Münster auch an der Universität Birmingham, UK, tätig ist, gehört bereits seit 2003 dem Lenkungsausschuss des AFNET an. Als Leiter der inzwischen abgeschlossenen Flec-SL Studie und der laufenden internationalen EAST Studie will er auch in der Vorstandsarbeit seinen Schwerpunkt auf klinische Studien legen. Darüber hinaus engagiert er sich für wissenschaftliche Kooperationen auf europäischer Ebene.

Prof. Näbauer, Universitätsklinikum Großhadern, München, leitet zusammen mit Prof. Steinbeck das zentrale Patientenregister des AFNET und verfügt über große Erfahrung im Bereich klinischer Register, die er auch in die Vorstandsarbeit einbringen wird. Seit 2011 gehört er dem AFNET Lenkungsausschuss an.

Häusler und Schotten in den Lenkungsausschuss gewählt

Der Lenkungsausschuss, das wichtigste Entscheidungsgremium des AFNET, das neben den vier Vorstandsmitgliedern noch einige weitere Personen umfasst, wurde nun erweitert. Zusätzlich zu den bisherigen Lenkungsausschussmitgliedern wurden mit dem Neurologen Dr. Karl Georg Häusler, Charité Berlin, und dem Physiologen und Arzt Prof. Ulrich Schotten, Maastricht, zwei weitere Wissenschaftler in den Lenkungsausschuss aufgenommen. Dr. Häusler war seit 2004 Mitglied im Critical Event Commitee des AFNET und beschäftigt sich mit interdisziplinärer Schlaganfallforschung. Der wissenschaftliche Schwerpunkt von Prof. Schotten liegt hingegen in der grundlagennahen Forschung zur Pathophysiologie des Vorhofflimmerns. Die beiden ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Prof. Meinertz und Prof. Ravens bleiben weiterhin im Lenkungsausschuss, so dass diesem Leitungsgremium jetzt folgende Personen angehören:

• Dr. rer. nat. Gerlinde Benninger, Münster
• Prof. Dr. med. Dr. h.c. Günter Breithardt, Münster (Vorstandsvorsitzender)
• Prof. Dr. med. Andreas Goette, Magdeburg / Paderborn
• Dr. med. Karl Georg Häusler, Berlin
• Prof. Dr. med. Paulus Kirchhof, Münster / Birmingham (Vorstand)
• Prof. Dr. med. Thorsten Lewalter, München
• Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Hamburg
• Prof. Dr. med. Michael Näbauer, München (Vorstand)
• Prof. Dr. med. Michael Oeff, Brandenburg
• Prof. Dr. med. Dr. h.c. Ursula Ravens, Dresden
• Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Ulrich Schotten, Maastricht
• Prof. Dr. med. Gerhard Steinbeck, München (Vorstand, Schatzmeister)
• Prof. Dr. rer. pol. Karl Wegscheider, Hamburg

AFNET Lenkungsausschuss
Der AFNET Lenkungsausschuss:
obere Reihe von links nach rechts: G.Breithardt, P. Kirchhof, M. Näbauer, G. Steinbeck; mittlere Reihe von links nach rechts: T. Meinertz, U. Ravens, U. Schotten, M. Oeff; untere Reihe von links nach rechts: A. Goette, T. Lewalter, G. Benninger, K.G. Häusler, K. Wegscheider (unten rechts).

Das Kompetenznetz Vorhofflimmern

Das Kompetenznetz Vorhofflimmern (AFNET) ist ein interdisziplinäres bundesweites Forschungsnetz, in dem Wissenschaftler und Ärzte aus Kliniken und Praxen zusammenarbeiten. Ziel der Forschungsprojekte, klinischen Studien und Register, die im Kompetenznetz Vorhofflimmern durchgeführt werden, ist es, die Behandlung und Versorgung von Vorhofflimmerpatienten zu verbessern. Das Netzwerk besteht seit 2003 und wird seitdem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Zentrale befindet sich am Universitätsklinikum Münster.

Der Verein Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V.

Da die öffentliche Finanzierung des Kompetenznetzes Vorhofflimmern nicht auf Dauer angelegt ist, wurde im Jahr 2010 zusätzlich der eingetragene Verein Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. gegründet, in dem die Arbeit des Netzwerkes langfristig weitergeführt wird. Seit der Vereinsgründung bestehen das BMBF-geförderte Kompetenznetz und der Verein nebeneinander.
Um die Arbeit möglichst effizient zu gestalten und eine doppelte Gremienführung in Zukunft zu vermeiden, hat das öffentlich geförderte Kompetenznetz Vorhofflimmern nun seine Leitungsgremien in den Verein überführt bzw. die Aufgaben seines Vorstands und Lenkungsausschusses auf die Gremien des Vereins übertragen.

Der Verein hat inzwischen rund 90 Mitglieder und wächst kontinuierlich. Hinzu kommt eine große Zahl von Kooperationspartnern in den zahlreichen Registern und Studien. Eine Mitgliedschaft ist möglich für Ärzte und Wissenschaftler, Kliniken und Praxen sowie Firmen.