Vorhofflimmern rechtzeitig erkennen und behandeln - AFNET unterstützt Herzrhythmuswoche 2015

01.06.2015

Fast zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden an Vorhofflimmern, Diese häufigste Herzrhythmusstörung ist zwar nicht unmittelbar lebensbedrohlich, kann aber schwere Folgekrankheiten mit sich bringen. Das Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. (AFNET) nimmt die heute beginnende Weltherzrhythmuswoche zum Anlass, um auf die Gefahren durch Vorhofflimmern aufmerksam zu machen.

Patienten mit Vorhofflimmern haben ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden oder an Herzschwäche zu erkranken. Um solche Folgeschäden zu verhindern, sollte Vorhofflimmern nicht unbehandelt bleiben. Für die Behandlung stehen verschiedene Medikamente und nichtmedikamentöse Maßnahmen zur Verfügung. Das Kompetenznetz Vorhofflimmern informiert in der Broschüre „Vorhofflimmern – Herz aus dem Takt“ über die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten.
zur Broschüre

Wichtig ist, dass die Rhythmusstörung frühzeitig erkannt wird. Dies ist nicht immer einfach, denn Vorhofflimmern tritt bei vielen Patienten anfallsartig auf. Während einer Vorhofflimmer-Episode kann der Arzt die Rhythmusstörung im EKG zweifelsfrei diagnostizieren, aber in der Zeit zwischen den Anfällen erscheint im EKG alles normal. Deshalb kann die Diagnose von Vorhofflimmern oft nur mit Langzeit-EKG-Aufzeichnungen gestellt werden. Außerdem gibt es zahlreiche Menschen, die Vorhofflimmern haben, aber es nicht wissen, weil sie keinerlei Beschwerden spüren oder diese falsch deuten. Doch auch unbemerktes Vorhofflimmern ist mit denselben typischen Risiken verbunden.

Aus diesen Gründen ist es ratsam, dass jeder selbst auf sein Herz achtet und zum Arzt geht, sobald etwas nicht in Ordnung scheint. Kardiologen aus dem Kompetenznetz Vorhofflimmern empfehlen, den eigenen Puls regelmäßig, am besten täglich zu kontrollieren, um festzustellen, ob das Herz zu schnell oder unregelmäßig schlägt.
Hier finden Sie eine einfache Anleitung zum Pulsmessen.

 

Die Weltherzrhythmuswoche

Ausgehend von einer britischen Initiative wird seit 2005 alljährlich Anfang Juni die Weltherzrhythmuswoche ausgerufen. Das Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. unterstützt diese internationale Informationskampagne, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Rhythmusstörungen stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
weitere Informationen zur Herzrhythmuswoche